1. Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Große Unternehmen (sogenannte Nicht-KMU) sind seit 2010 gemäß EDL-G verpflichtet ihren Energieverbrauch umfassend zu dokumentieren und stetig zu optimieren.

2. Senkung von Energieverbrauch und Energiekosten

Eine systematische und nachhaltige Optimierung kann den Energieverbrauch bei Mietobjekten um durchschnittlich 25%, bei Eigentum noch weit darüber hinaus, senken.
Die Optimierung von Einkauf und Beschaffung legt weitere Potenziale frei.

  Technologien
Hierunter fallen anerkannte Technologien sowie zukunftsorientierte Technikkomponenten.

– Regelung und aktive Komponenten
Dieser Bereich stellt auf die Unterscheidung zwischen passiven und aktiven Komponenten ab, wie zum Beispiel Steuerungs- und Regeleinrichtungen.

– Prozesse
Dieser Bereich fokussiert sich über Technologien und Regelungen hinaus auf die energieverbrauchenden Prozesse und ihre Optimierungsmöglichkeiten.

– Psychologie
Dieser Bereich bewertet den menschlichen Faktor. Inwieweit werden die Mitarbeiter, Kunden und Gäste in die „Optimierungen“ eingebunden.

3. Verbesserung des Klimaschutzes

Auch unter Einsatz der innovativsten Technologien und Regelungen, Prozessoptimierungen und psychologischer Faktoren lässt sich der Energieverbrauch nicht auf Null reduzieren. Hier wird auf Möglichkeiten abgestellt die verbleibenden Emissionen zu kompensieren.

Energie-Effizienz ist ganz wesentlich mit dem Umweltaspekt verknüpft. Jede nicht verbrauchte Einheit Energie senkt direkt die wachsenden CO2-Emissionen. Deutschland nähert sich, allen Klimazielen zum Trotz, der 1 Milliarde Tonnen pro Jahr, und wird so die Klimaziele 2050 von Paris nicht ratifizieren können.

Wir empfehlen Unternehmen pro eingesparter Tonne CO2 10 Bäume zu pflanzen.
Unternehmen mit dem Anspruch CO2-neutral zu wirtschaften, pflanzen pro nicht verbrauchter Tonne CO2 80 Bäume. Die Anpflanzungen erfolgen in Mexiko und sind mit einer Erfolgsrate von 94 Prozent und mit Kosten von nur 1 Euro pro Baum möglich.

4. Verbesserung des Wohlfühlfaktors für Mitarbeiter, Kunden und Gäste

Energie-Effizienz hat auch Gesundheitsaspekte. Leuchtstofflampen (T5 und T8) flimmern, ähnlich wie früher die CRT-Monitore (Röhren-Bildschirme) und enthalten gesundheitsschädliche Substanzen, vor allem bis zu 10 Milligramm Quecksilber. Gleiches gilt auch für die Kompaktleuchtstofflampen, die vor allem unter der Bezeichnung Energiesparlampen bekannt sind.

Häufiges Schalten und Dimmen zählen auch nicht zu den Stärken von Leuchtstofflampen. Diese Lampen verändern während ihrer Lebensdauer auch Lichtfarbe und Intensität. LEDs haben entweder eine unverändertere Lichtfarbe oder können sogar automatisch den Verlauf der Sonne mit unterschiedlichen Farbtemperaturen nachbilden und so Arbeitsplätze ohne bzw. mit zu wenig Tageslicht aufwerten.

Darüber hinaus strahlen zum Beispiel Energiesparlampen hochfrequente Strahlung ab, da das Gasgemisch in den Glasröhren 30.000 – 60.000 Male pro Sekunde gezündet werden muss, trotzdem gelten sie nicht als Radiowellensender – auf 77,50 kHz wird beispielsweise das Zeitzeichen DCF77 der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt ausgestrahlt.

5. Imagegewinn

Organisationen, die sich an den ENERGIeTECH-Effizienz-Standards orientieren, können ihre erfolgreich realisierten Energie-Effizienz-Vorhaben zertifizieren lassen. Dabei können sie zwischen einer Energie-Zertifizierung  – dem Carbon Score – und einer Umwelt-Zertifizierung – dem Blue Carbon Score – wählen.

Beide Zertifizierung dokumentieren prägnant und stetig, da jährlich aktualisiert, Ihre Erfolge betreffs Energieeffizienz und Klimaneutralität, und können in all Ihren Publikationen verwendet werden.

Für die Energie-Zertifizierung sind die ersten vier Bereiche (Technologien, Regelung und aktive Komponenten, Prozesse, Psychologie) maßgebend.
Ergänzend sieht die Umwelt-Zertifizierung eine Kompensation aller verbleibenden CO2-Emissionen vor. Dazu müssen dem Auditor Umweltzertifikate in der entsprechenden Größenordnung nachgewiesen werden. Alternativ werden Nachweise von der Stiftung Plant-for-the-Planet über die Anpflanzung der entsprechenden Anzahl an Bäumen anerkannt.

Eine Zertifizierung setzt nicht voraus, dass alle „Umsetzungen“ an den ENERGIeTECH-Kriterien ausgerichtet werden.