Große Unternehmen (sogenannte Nicht-KMU): Verpflichtung zum Energie-Audit

Gesetze und Richtlinien

Das Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) ist bereits am 12.11.2010 in Kraft getreten. Für Unternehmen die nicht unter die KMU- Definition fallen, ist ein Energieaudit – bzw. die Einführung eines Energiemanagement-Systems nach DIN EN 50001 gesetzlich vorgeschrieben. Dieses Energieaudit ist erstmalig zum 05.12.2015 nachzuweisen und dann alle vier Jahre zu wiederholen.

Sie sind zum Energie-Audit verpflichtet, wenn Sie

  • mehr als 250 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigen oder
  • 
mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen mit einer Bilanzsumme 
von mehr als 43 Millionen Euro oder
  • eine öffentliche Einrichtung mehr als 25% Ihres Kapitals verwaltet oder
  • Ihr Unternehmen nicht eigenständig ist, d.h. eine Beteiligung von 
mindestens 25% bis 50% durch ein größeres Unternehmen innerhalb der 
 EU besteht.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat im Zuge der Effizienzoffensive das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) beauftragt, verstärkt Kontrollen bei allen auditpflichtigen Unternehmen durchzuführen. Also auch bei Ihnen. Gemäß EDL-G werden Bußgelder bis 50.000 Euro verhängt, und der umgehende Nachweis eines Energie-Audits gefordert.

Rechtliche Vorgaben: Die gesetzlichen Grundlagen

Das Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) ist bereits am 12.11.2010 in Kraft getreten und schreibt ein Energieaudit – bzw. die Einführung eines Energiemanagement-Systems nach DIN EN 50001 – für alle größeren Unternehmen vor, die nicht mehr unter die KMU-Definition fallen. Dieses Energieaudit ist erstmalig zum 05.12.2015 nachzuweisen und dann alle 4 Jahre zu wiederholen.


Weitere Informationen

Das Energiesteuergesetz (EnergieStG), ausgefertigt am 15.07.2006, zuletzt geändert durch Art. 1 G vom 05.12.2012, regelt die Besteuerung aller Energiearten sowohl fossiler als auch nachwachsender Energieerzeugnisse und synthetischer Kohlenwasserstoffe aus Biomasse. Es definiert sowohl Steuerbegünstigungen als auch Steuerbefeiungen.


Weitere Informationen

Das Stromsteuergesetz (StromStG), ausgefertigt am 24.03.1999, zuletzt geändert durch Art. 2 G vom 05.12.2012, regelt die Besteuerung des Verbrauchs von elektrischem Strom. Stromsteuer fällt beim Versorger an, wenn Strom von einem Verbraucher aus dem Netz bzw. wenn Strom bei Eigenerzeugern zum eigenen Verbrauch entnommen wird. Für verschiedene Zwecke gibt es reduzierte Steuersätze; Unternehmen des produzierenden Gewerbes können zudem unter bestimmten Voraussetzungen einen großen Teil der Stromsteuer erlassen bzw. erstattet bekommen (Spitzenausgleich).


Weitere Informationen

Die Verordnung über Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz im Zusammenhang mit der Entlastung von der Energie- und der Stromsteuer in Sonderfällen (Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung – SpaEfV) auf dem Stand vom 31.07.2013 regelt die Anforderungen an alternative Systeme zur Verbesserung der Energieeffizienz und an den Nachweis über Beginn und Abschluss der Einführung und die Befugnisse der im Energie- und Strom-Gesetz genannten Stellen zur Überwachung und Kontrolle.


Weitere Informationen

Verordnung über den Vergleich von Kosten und Nutzen der Kraft-Wärme-Kopplung und der Rückführung industrieller Abwärme bei der Wärme- und Kälteversorgung (KWK-Kosten-Nutzen-Vergleich-Verordnung – KNV-V) vom 28. April 2015 (BGBl. i.S. 670), die durch Artikel 2 Absatz 1 des Gesetzes vom 21. Dezember 2015 (BGBl. i.S. 2498) geändert worden ist. Diese Verordnung gilt für die Genehmigung der Errichtung oder erheblichen Modernisierung einer Anlage zur Erzeugung von Strom mit einer Wärmeleistung von mehr als 20 MW, einer sonstigen Anlage, bei der Abwärme mit einem nutzbaren Temperaturniveau entsteht mit einer Wärmeleistung von mehr als 20 MW bzw. einer Anlage zur Erzeugung von Wärme mit einer Leistung von mehr als 20 MW.

Weitere Informationen

Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (Stromnetzentgeltverordnung – StromNEV)
Diese Verordnung regelt die Festlegung der Methode zur Bestimmung der Entgelte für den Zugang zu den Elektrizitätsübertragungs- und Elektrizitätsverteilernetzen (Netzentgelte) einschließlich der Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen.

Weitere Informationen

Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2017)
Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.

Weitere Informationen

Gesetzliche Definition: Rahmenbedingungen eines KMU

Maßgeblich für die Einstufung als Kleinstunternehmen beziehungsweise als ein kleines oder mittleres Unternehmen ist die Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen ABl. der EU L 124/36 vom 20.05.2003.

Große Unternehmen (sogenannte Nicht-KMU): Verpflichtung zum Energie-Audit

Gesetze und Richtlinien

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