1. Grundlagen
    Ab einem Jahresverbrauch von circa 100 MWh Strom erstellen Energieversorger Lastprofile. In diesen wird tabellenartig die für den jeweiligen Zählpunkt bereitzustellende Leistung im Viertelstundentakt festgehalten. In diesem Takt funktioniert der gesamte Energiemarkt. So lassen sich aus den kumulierten Lastprofilen kurz-, mittel- und langfristige Prognosen erstellen und damit Kraftwerke und der Energieimport und -export steuern. Abweichungen von diesen kumulierten Planungen werden über den Regelenergiemarkt abgewickelt. Ein Überschuss an Energie ist dabei genauso ein Problem wie eine Unterdeckung, da sich Energie nur aufwendig speichern lässt.
    Unternehmen mit solchen Lastspitzen müssen daher Maluszahlungen an das Energieversorgungsunternehmen leisten.
    Ist zu viel Energie im Netz, wird diese gewöhnlich kostenfrei abgegeben; ist jedoch zu wenig Energie vorhanden, müssen kurzfristig verfügbare und damit teuere und wenig umweltfreundliche Kraftwerke hochgefahren werden, so das der Strompreis auf mehrere Euro pro kWh steigen kann.
    Abweichungen von den Lastkurven sind also richtig teuer für die Energieversorger. Unternehmen mit solchen Lastspitzen müssen daher Maluszahlungen an das Energieversorgungsunternehmen leisten. Maluszahlungen sind vermeidbar, denn diese werden in der Regel von großen Lasten verursacht wie z.B. Großküchentechnik, Kühlzellen, Öfen etc.
  2. Effekte
    – Lastmanagement vermeidet Lastspitzen und die damit verbundenen Maluszahlungen.
    – Eine gleichmäßig(er)e Lastkurve erleichtert den strukturierten Energieeinkauf, da weniger am Strom am Spotmarkt zugekauft oder verkauft werden muß und Base generell günstiger ist als Peak.
    – Führt die Begradigung der Lastkurve bei großen Verbrauchern ab 10 GWh pro Jahr zu mehr als 7.000 Volllaststunden, kann eine Reduzierung der Netzentgelte beantragt werden.
  3. Hohe Kunst
    Noch einen Schritt weiter geht Demand-Response, das Zu- und Abschalten großer Lasten nach Vorgabe des Energieversorgers. Hierfür bieten sich träge Prozesse an wie für Wärme, Kälte oder Klimatisierung, bei denen Verzögerungen von 15 Minuten bis hin zu mehreren Stunden nicht ins Gewicht fallen. Die hierfür erforderlichen Größenordnungen liegen im MW-Bereich und führen zu Bonuszahlungen des Energieversorgers.
    Die Gesamtheit dieser Möglichkeiten birgt Energieeffizienz-Potenziale von bis zu 10 Prozent.